Abgabe von Pflegehilfsmitteln mit WINAPO® 64 PRO: Unterschied zwischen den Versionen

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=== Überblick über das Vorgehen<br/> &nbsp; ===
 
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*Antragstellung in der Apotheke<br/> Sie weisen&nbsp;die Patienten auf die Möglichkeit des Bezuges von Pflegehilfsmitteln hin und stellen für die Patienten den Antrag. Diese Artikel werden mit größter Wahrscheinlichkeit auch zukünftig über Sie als Stammapotheke bezogen.  
 
*Antragstellung in der Apotheke<br/> Sie weisen&nbsp;die Patienten auf die Möglichkeit des Bezuges von Pflegehilfsmitteln hin und stellen für die Patienten den Antrag. Diese Artikel werden mit größter Wahrscheinlichkeit auch zukünftig über Sie als Stammapotheke bezogen.  
 
*Scannen der Genehmigung als PDF<br/> Der genehmigte Antrag muss am HV zur Verfügung stehen, damit bei der Abgabe geprüft werden kann, ob das benötigte Pflegehilfsmittel auch abgerechnet werden kann.  
 
*Scannen der Genehmigung als PDF<br/> Der genehmigte Antrag muss am HV zur Verfügung stehen, damit bei der Abgabe geprüft werden kann, ob das benötigte Pflegehilfsmittel auch abgerechnet werden kann.  
*Direkte Verknüpfung des Patienten mit dem PDF<br/> Besonders effizient ist es, wenn Sie bei Abgabe des Artikels den Patienten in der '''Personenverwaltung '''aufrufen und dort gleich eine Verknüpfung zu der PDF-Genehmigung haben. Drucken Sie die Genehmigung als Anhängsel zur Abrechnung / Empfangsbestätigung gleich mit aus.  
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*Direkte Verknüpfung des Patienten mit dem PDF<br/> Besonders effizient ist es, wenn Sie bei Abgabe des Artikels den Patienten in der '''Personenverwaltung '''aufrufen und dort gleich eine Verknüpfung zu der PDF-Genehmigung haben. Drucken Sie die Genehmigung als Anhang&nbsp;zur Abrechnung / Empfangsbestätigung gleich mit aus.  
 
*Festpreise und Ort zum Eintragen des Versorgungszeitraumes müssen in dem Layout der Anlage 2 des Vertrages über die Versorgung der Versicherten zum Verbrauch bestimmter Pflegehilfsmittel enthalten sein.<br/> Tragen Sie die benötigten Artikel mit deren Festpreis ein und vermerken Sie den Versorgungszeitraum (MM/JJJJ).  
 
*Festpreise und Ort zum Eintragen des Versorgungszeitraumes müssen in dem Layout der Anlage 2 des Vertrages über die Versorgung der Versicherten zum Verbrauch bestimmter Pflegehilfsmittel enthalten sein.<br/> Tragen Sie die benötigten Artikel mit deren Festpreis ein und vermerken Sie den Versorgungszeitraum (MM/JJJJ).  
 
*Druck der vorausgefüllten Anlagen direkt aus dem System<br/> Die Empfangsbestätigung des Patienten (Anlage 2 Vertrag über die Versorgung der Versicherten zum Verbrauch bestimmter Pflegehilfsmittel) muss mit den Daten seiner Pflegekasse, seiner Person und der Apotheke ausgefüllt werden. Alle Daten sind im System bekannt.  
 
*Druck der vorausgefüllten Anlagen direkt aus dem System<br/> Die Empfangsbestätigung des Patienten (Anlage 2 Vertrag über die Versorgung der Versicherten zum Verbrauch bestimmter Pflegehilfsmittel) muss mit den Daten seiner Pflegekasse, seiner Person und der Apotheke ausgefüllt werden. Alle Daten sind im System bekannt.  
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=== Anleitung Schritt für Schritt ===
 
=== Anleitung Schritt für Schritt ===

Version vom 8. Oktober 2019, 10:38 Uhr

Hintergrund
 

Der Vertrag über die Versorgung der Versicherten zum Verbrauch bestimmten Pflegehilfsmitteln (§ 78 Absatz 1 i.V.m. § 40 Absatz 2 SGB XI) zwischen dem Deutschen Apothekerverband (DAV) und den Spitzenverbänden der Pflegekassen regelt die Abgabe einem dieser zum Verbrauch bestimmter Pflegehilfsmittel an Pflegebedürftige im Rahmen der gesetzlichen Pflegeversicherung, für die eine Kostenübernahmeerklärung der Pflegekasse nach § 4 Absatz 1 vorliegt. Patienten, die in der Pflegekasse eingestuft sind, können entsprechend einen Antrag stellen (Anlage 4). Dieser Antrag mit den bezeichneten Hilfsmitteln nach Art und Menge wird von der Pflegekasse des Antragsstellers geprüft. Mit der Genehmigung ist der Patient berechtigt, von einem Leistungserbringer seiner Wahl kostenfrei Pflegehilfsmittel im genehmigten Umfang pro Monat zu beziehen, bis maximal des monatlichen Höchstbeitrages nach § 40 Abs. 2 SGB XI / bei Beihilfeberechtigung bis maximal der Hälfte des monatlichen Höchstbeitrages nach § 40 Abs. 2 SGB XI. Der Leistungserbringer rechnet dann über die Empfangsbestätigung (Anlage 2) des Patienten in Verbindung mit der angehefteten Genehmigung die festgelegten Artikelpreise (Anlage 1) ab.

Da diese festgelegten Artikelpreise sehr knapp bemessen sind, muss die Belieferung mit Pflegehilfsmitteln mit maximaler Effizienz über die Bühne gehen, damit sich das Ganze für die Apotheke lohnt.

 

 

Überblick über das Vorgehen
 

  • Antragstellung in der Apotheke
    Sie weisen die Patienten auf die Möglichkeit des Bezuges von Pflegehilfsmitteln hin und stellen für die Patienten den Antrag. Diese Artikel werden mit größter Wahrscheinlichkeit auch zukünftig über Sie als Stammapotheke bezogen.
  • Scannen der Genehmigung als PDF
    Der genehmigte Antrag muss am HV zur Verfügung stehen, damit bei der Abgabe geprüft werden kann, ob das benötigte Pflegehilfsmittel auch abgerechnet werden kann.
  • Direkte Verknüpfung des Patienten mit dem PDF
    Besonders effizient ist es, wenn Sie bei Abgabe des Artikels den Patienten in der Personenverwaltung aufrufen und dort gleich eine Verknüpfung zu der PDF-Genehmigung haben. Drucken Sie die Genehmigung als Anhang zur Abrechnung / Empfangsbestätigung gleich mit aus.
  • Festpreise und Ort zum Eintragen des Versorgungszeitraumes müssen in dem Layout der Anlage 2 des Vertrages über die Versorgung der Versicherten zum Verbrauch bestimmter Pflegehilfsmittel enthalten sein.
    Tragen Sie die benötigten Artikel mit deren Festpreis ein und vermerken Sie den Versorgungszeitraum (MM/JJJJ).
  • Druck der vorausgefüllten Anlagen direkt aus dem System
    Die Empfangsbestätigung des Patienten (Anlage 2 Vertrag über die Versorgung der Versicherten zum Verbrauch bestimmter Pflegehilfsmittel) muss mit den Daten seiner Pflegekasse, seiner Person und der Apotheke ausgefüllt werden. Alle Daten sind im System bekannt.

 

 

Anleitung Schritt für Schritt

Antragstellung
  • Auswahl des Patienten in der Personenverwaltung, Nachschauen seiner Krankenkasse in den Stammdaten.
  • Druckauswahl öffnen.
  • Einzelbrief anklicken.
  • Wenn neben Einzelbrief auch über Layout ausgewählt ist (ist Microsoft Word installiert, steht hier standardmäßig mit MS Word), rechts davon bei Layout selbstangelegten zzzPflegeantrag auswählen.
    Besonders effizient ist es, wenn Sie sich den Pflegeantrag mit Ihren Apothekendaten und den Patientendaten vorausgefüllt anzeigen lassen.
  • Für den Antrag werden die Pflegekassendaten benötigt. Drucken Sie sich gleich in der Auswahl zusätzlich zum zzzPflegeantrag einen Abrechnungsvordruck seiner Kranken‐ bzw. Pflegekasse mit der Faxnummer aus, z.B. BKK XYZ Abrechnung.
  • Der Patient/Angehörige sagt, was evtl. benötigt werden könnte; tragen Sie die Artikel und zugehörige Mengen ein.
  • Der Patient/Angehörige unterschreibt den Antrag, faxen Sie diesen gleich an die entsprechende Pflegekasse.

 

Scannen der Genehmigung der Pflegekasse als PDF
  • Scannen Sie die Genehmigung mit dem A4‐Scanner als PDF.
  • Das PDF speichern Sie unter N:\WINAPO64\Kundenvw\user im Ordner PHM unter Nachname, Vorname Monat/Jahr.pdf ab.

 

Direkte Verknüpfung des Patienten mit dem PDF in der Personenverwaltung
  • Wählen Sie den Patienten an und klicken Sie auf ändern.
  • Im Register Notizen gibt es den Bereich Dokumente. Dort klicken Sie auf Einfügen. In dem sich öffnenden Fenster Dokument auswählen klicken Sie rechts auf die Drei-Punkt-Schaltfläche und wählen dann in dem Speicherort N:\WINAPO64\Kundenvw\user die Genehmigung des Patienten an. Mit einem Klick auf OK steht die Verknüpfung direkt beim Patienten zur Verfügung.
  • Verlassen Sie den Ändern‐Modus mit OK; ein Klick öffnet das Dokument automatisch im Acrobat Reader (Ein PDF‐Anzeigeprogramm wie Adobe Acrobat Reader (kostenlos) oder ähnliches muss ggf. noch installiert werden).

 

Layout der Empfangsbestätigung anpassen
  • In WINAPO® sind fast alle Layouts nach den eigenen Anforderungen bearbeitbar. Sie haben die Möglichkeit an einer Schulung durch CGM LAUER teilzunehmen. Dies erleichtert die Layout-Neuerstellung bzw. -Bearbeitung von Rechnungen,  Formularen und Etiketten nach Ihren Wünschen. 
  • Speichern Sie dieses Layout unter zzPflege Abrechnung ab.
  • Sind die Daten einer Pflegekasse vorhanden, rufen Sie sich die zzPflege Abrechnung auf, tragen Sie oben die Daten der Pflegekasse ein und speichern Sie das Layout unter dem Namen der Krankenkasse / Pflegekasse ab, z.B. AOK Abrechnung.

 

Druck der vorausgefüllten Anlagen direkt aus dem System
  • Wählen Sie in der Personenverwaltung den Patienten aus und schauen Sie bei den Stammdaten seine Krankenkasse nach.
  • Öffnen Sie die Druckauswahl.
  • Klicken Sie den Einzelbrief an.
  • Wenn neben Einzelbrief auch über Layout ausgewählt ist (ist Microsoft Word installiert, steht hierstandardmäßig mit MS Word) wählen Sie rechts davon bei Layout Ihre selbstangelegte KK xyz Abrechnung passend zur Krankenkasse Ihres Patienten aus.
  • Wechseln Sie auf das Register Notizen, klicken Sie auf die Verknüpfung und drucken Sie sich direkt die Genehmigung aus.

 

Abverkauf der Pflegehilfsmittel

Der Abverkauf der Pflegehilfsmittel gestaltet sich folgendermaßen:

  • Übernehmen Sie den Patienten in die Kasse, verkaufen Sie als Barverkauf die gewünschten Artikel ab und rechnen Sie über einen selbstangelegten Artikel Gutschrift Pflegehilfsmittel mit einem negativen Betrag die Summe der Festpreise der Empfangsbestätigung gegen, bis maximal des monatlichen Höchstbeitrages nach § 40 Abs. 2 SGB XI / bei Beihilfeberechtigung bis maximal der Hälfte des monatlichen Höchstbeitrages nach § 40 Abs. 2 SGB XI.